viel besser als gestern

by achzava

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live eingespielt an einem Sonntag im Februar 2016 im ORWO-Haus.

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released March 11, 2016

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achzava Berlin, Germany

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Track Name: Intro / Second man on mars / Brücken
Ein Held ist der, der tut was er kann, doch eine Schwalbe macht noch keinen Frühling.
Ich seh die Vögel und denk, ich will sehen was ihr seht. Ich seh Bilder von Bergen und denk, ich will groß sein wie ihr. Ich seh in die Sterne und denk, ich will ewig sein, so wie ihr.
Und all die Momente in denen ich danach sinne, in ihrer Summe ein halb verschwendetes Leben, ein halber Tag im Schlaf verbracht. Wem bin ich es schuldig mein bestes zu geben, wenn mein zweitbestes gerade für den Durchschnitt reicht?
Und wenn sich das alles hier richtig anfühlt, will ich auch nicht weitergehen. Es wird der Tag kommen, da werde ich mich selbst beneiden um den Weg den ich hätte gehen und die Dinge die ich hätte tun können.
Und die Gedanken denen ich hinterhereile sind nicht meine. Und das Gefühl das ich versuche zu finden ist nur geliehen.
The sand runs fast through your tiny hands, too fast to sort out the bad seeds.


Wir haben sie alles gelehrt und sie haben es auch verstanden
Sie haben zumindest den Eindruck gemacht
Freiheit ein Wort das keine Bedeutung hat
Ein lebloses Leben zum Sterben verdammt
Wer nicht weiß wo er hin will muss sich nicht wundern wo er ankommt
Die Ohren betäubt vom Donnern der Stadt
Die Lichter der Autos in Schatten gebrannt
Und die Lungen verätzt vom süßen Gestank
Die Füße zerschnitten von Glas und von Stahl
Was machst du noch hier?
Wir gehen alle weiter. Ohne hinzusehen.
Abgründe tun sich auf und wir bauen Brücken einfach darüber
Der Weg setzt sich fort, immer geradeaus
Die Stiefel geputzt und die Schädel frisiert
Jetzt sind wir auch bald da
Track Name: Dauerlauf / Großstadtautomaten
in deiner gesamten Unzulänglichkeit
ausgestreckt auf deinem Bett
das Telefon klingelt, am anderen Ende wird geweint
ein paar milde Worte, was man halt so sagt
du tust ergriffen, interessiert
doch dein Verständnis hält sich in Grenzen,
die Verachtung überwiegt
all die Mühe anders zu sein trägt bis heute keine Früchte
ein einzelner Satz auf weißem Papier
nur Spekulation, statt Interpretation
und der ewige Zwang macht dich längst krank
der Druck steigt bis zur Explosion
mit dem Kopf an die Wand
ein Beil in der hand
mit dem Kopf in der Hand
ein Beil an der Wand
du schreist es raus, nur leere Worte
Verzweiflung, Kapitulation
den Mund mal wieder zu voll genommen, one guy one cup
man kann 'ne Menge schlucken, aber nicht alles verdauen
wie ein Autounfall, nicht leicht wegzusehen
und läuft im Kopf erstmal der richtige Film,
bleibt die Scheiße auch da wo sie hingehört,
so weit unten, dass einen nur das leichte Sodbrennen stört
beim Anblick der Bilder im eigenen Spiegel
wirst du nicht anfangen dich zu verbiegen
im Dauerlauf reden um dem Gestank zu entfliehen
erkennst du dich selbst
erkennst du die Angst
bist du jetz noch der alte,
der du früher einmal warst


Hast du schon versagt?
Oder bist du nur gescheitert?
Du hast doch alles gegeben so auszusehen so wie sie.
Sie wollten dich so wie du bist, doch das war dir nie genug.
am anderen Ende warten sie, die Schatten deiner Jugend.
Du wolltest dich so wie du bist doch das war ihnen nie genug.
das Blatt hat sich gewendet, es bleibt auf beiden Seiten leer
und wenn sie dich wieder sehen, dann wirst du sehr gefallen.
der feste Blick und das Haar im Wind, das Taschentuch fest verknotet.
Und sie wären gerne so wie du
ein kleiner Teil vom Ganzen
und ein großer Teil einer kleinen Welt
Und sie marschieren vorran
und sie denken daran
wie es ist zu marschieren
zusammen mit den Großstadtautomaten
Track Name: Welt aus Bildern
Ich denk nichts. Ich träum nichts.
Die Augen fest verschlossen, die Tage längst gezählt.
Statt zu trinken will ich saufen.
Und statt zu essen will ich rauchen.
Sie sind gefangen in einer Welt aus Bildern. Bewegt und unbewegt.
Sie wüssten es gerne besser. Sie wüssten gerne irgendwas.
Doch alles was sie sehen ist nichts.
Ein verzerrtes Bild von nichts.
Und sie träumen von der Moral und Überlegenheit.
Und sie lieben den Tanz, doch sie hassen das Tanzen.
Merkt ihr denn nicht wie lächerlich das ist?